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Gefahren am Einsatzort |
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Einsturz - Grundinformation
Diese beiden Beispiele aus der täglichen Praxis der Feuerwehren zeigen auf, wie gefährlich ein Einsatz werden kann, wenn Einsturzgefahr vorliegt. Was muss beachtet werden?Bei Einsturzgefahr sind alle eingesetzten Kräfte in akuter Gefahr. Daher ist sofort der Gruppenkommandant zu verständigen, wenn Hinweise auf einen bevorstehenden Einsturz entdeckt werden! Brände, Explosionen und andere Ereignisse können die Stabilität eines Gebäudes massiv beeinträchtigen. Auch die Löscharbeiten können durch das Gewicht des Löschwassers, durch die Mobilisierung von Brandschutt und durch das Durchweichen von Bauteilen zur Einsturzgefahr beitragen. SchutzmaßnahmenEin einsturzgefährdetes Gebäude ist nicht mehr zu betreten (Vermeiden der Gefahr). Die Umgebung ist abzusperren (so weiträumig, dass auch eine nach außen fallende Wand keinen Personenschaden anrichten kann). Ist ein Betreten aus einsatztaktischen Gründen nötig, unbedingt so gut als möglich absichern! Absicherung kann erfolgen durch Pölzen bzw. Abstützen einsturzgefährdeter Gebäudeteile, aber auch durch das Anseilen der Einsatzkräfte. Beim Begehen von Dächern und Decken in Einsatzobjekten ist immer mit größter Vorsicht vorzugehen. Anseilen, eventuell tragfähige Leitern als Hilfsmittel gegen Durchbruch benutzen. Allgemeine RückzugswarnungIm Einsturzfall werden die Einsatzkräfte mit dem Kommando "Alle Mann - zurück!" aus dem Gefahrenbereich gerufen. Wird dieses Kommando gegeben, so betätigen die Maschinisten die Hupen der Einsatzfahrzeuge. Dieses Signal wird von allen Maschinisten aufgenommen. Die Mannschaft versammelt sich außerhalb des Gefahrenbereichs, bei den Fahrzeugen. Einsturz - weiterführende InformationenEin Einsatzbericht der BF Wien verdeutlicht die Gefahren, die im Brandfall durch einen Einsturz drohen können:
StahlkonstruktionenStahl wird unter Brandbelastung sehr rasch instabil, weil er die Festigkeit durch die temperaturbedingte Ausdehnung verliert. Stahl ist daher gegen die Brandeinwirkung zu schützen, und es ist mit großer Vorsicht vorzugehen! Da sich Stahlkonstruktionen bei hohen Temperaturen ausdehnen, erfolgt ein Einsturz der Seitenwände in den meisten Fällen nach außen. Holz als BaustoffHolz ist zwar brennbar, behält im Brandfalle aber sehr viel länger seine Stabilität als Stahl, da sich an der Oberfläche eine Holzkohleschicht bildet, die den Bauteil vor weiterer Flammeneinwirkung schützt. Die Abbrandzeiten von Holz sind daher relativ groß. LöschwasserberechnungLöschwasser kann durch sein Gewicht einen Einsturz verursachen! Das ist besonders bei landwirtschaftlichen Objekten zu beachten. Eine Zwischendecke, die auf eine bestimmte Menge Heu ausgelegt ist, trägt nicht notwendigerweise auch die eingebrachte Menge Löschwasser! Quellen
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