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Stolpersteine im
Chemieunterricht: |
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(Chemie und Schule 4/2003)Zum ansonsten ausgezeichneten Artikel von Prof. em. Erwin Wiederholt, "Zur Sauerstoffbestimmung der Luft im Anfangsunterricht", in der Ausgabe 3/2003 von "Chemie und Schule" sei mir eine Anmerkung erlaubt: Der auf Seite 10-11 erwähnte "Kellergärgastest", vielfach auch bekannt als "Kerzenprobe", kann in der Praxis leider zur lebensgefährlichen Falle werden. Die Ursache dafür ist meiner Ansicht nach darin zu suchen, dass das Kohlendioxid nicht nur den Sauerstoff, sondern anteilig die gesamte im Raum befindliche Luft verdrängt. Bei einem Kohlendioxid-Gehalt von 10 % würden sich beispielsweise die restlichen 90 % der Raumluft nach wie vor aus (rund) vier Teilen Stickstoff und einem Teil Sauerstoff zusammensetzen. Es ergäbe sich also insgesamt eine Zusammensetzung von: 72 % N2, 18 % O2, 10 % CO2. Eine Kerze würde bei diesen Bedingungen noch brennen, wie Prof. em. Wiederholt in seinem Artikel richtig ausführt; sie würde erst erlöschen, wenn der Sauerstoff-Gehalt der Raumluft unterhalb von 16 % liegt. Leider würde aber ein Mensch unter denselben Bedingungen bereits das Bewusstsein verlieren, und zwar nicht wegen des niedrigen Sauerstoff-Gehalts, sondern wegen des Anteils an Kohlendioxid in der Luft. Denn bereits bei 8-10 % Kohlendioxid kann es zu Atemnot und Bewusstlosigkeit kommen [1]. Von einer Anwendung der "Kerzenprobe" in der Praxis (in Weinkellern oder Silos) ist also unbedingt abzuraten, und im Sinne einer Erziehung zu erhöhtem Sicherheitsbewusstsein sollte auf diesen Sachverhalt unbedingt im Rahmen des Chemieunterrichts hingewiesen werden. Literatur[1] Pschyrembel: Klinisches Wörterbuch, 258. Auflage Links[2] Internetportal
für Weinliebhaber
[3] Broschüre
"Bergbauernberatung", Herausgeber: Autonome Provinz Südtirol
[4] Brandschutzratgeber
des Bundesministeriums für Inneres
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